September

Updated: 6 days ago

Ich war viel unterwegs in den letzten Wochen, in verschiedenen Ecken der Schweiz. Begonnen haben wir in Erschwil BL mit einer schönen Wanderung hinüber nach Meltingen, wo wir ganz zu Beginn ein paar jungen Gimpeln begegnet sind.

I’ve been out a lot over the last few weeks in different corners of Switzerland. We started in Erschwil (BL) with a lovely walk over to Meltingen, where we came across a few young Bullfinches right at the start of our walk.

Am Sonntag darauf war ich am Niederhorn ob Beatenberg BE. Mauerläufer haben wir leider keine entdeckt, dafür die Kolkraben und Alpendohlen beobachtet. Die Kolkraben sind eindrückliche Vögel, unsere grössten Rabenvögel. Mit über 65cm erreichen sie die Grösse eines Mäusebussards. Die Alpendohlen sind deutlich kleiner. Sie werden etwa 40cm gross.


The following Sunday, I was at the Niederhorn near Beatenberg (BE). Unfortunately, we didn’t spot any Wallcreeper, but we did see Common Raven and Alpine Choughs. Ravens are impressive birds – our largest members of the corvid family.

At over 26 inches, they can reach the size of a Common Buzzard. Alpine Choughs are significantly smaller. They grow to about 16 inches.

Auch Fitisse und Hausrotschwänze haben wir zahlreich angetroffen. Sie und die Fitisse sind Zugvögel und vielleicht handelte es sich auch bereits um Vögel auf dem Zug. Denn die Fitisse sind eigentlich seit etwa Mitte Juli weg.

Sie sind Langstreckenzieher und haben daher einen langen Weg vor sich bis in die Wintergebiete südlich der Sahara. Dasselbe gilt für die Steinschmätzer, die wir aber ebenfalls mehrfach angetroffen haben, sowohl im Berner Oberland als auch im Urserental, wo wir ein paar Tage später waren.

We also came across plenty of Willow Warblers and Black Redstarts. Both are migratory birds, and perhaps these were already on their way south. After all, the Willow Warblers have usually been gone since around mid-July. They are long-distance migrants and therefore have a long journey ahead of them to their wintering grounds south of the Sahara.

The same applies to the Northern Wheatears, which we also encountered on several occasions, both in the Bernese Oberland and in the Urseren Valley, where we were a few days later.

Und es gab sogar einen Schnapsvogel: Ich konnte ein girlitzähnliches Vögelchen fotografieren, das bei mir in gar kein Schema passte - mit viel Gelb, aber kein Girlitz. Auch die Goldammer war ausgeschlossen. Zu wenig schwarz für einen Erlenzeisig. Merlin und eine andere Bestimmungssoftware halfen nach. Es handelte sich um einen Zitronengirlitz. Dieser Vogel bewohnt ein schmales Band in den Pyrenäen, den Ligurischen Alpen und den Alpen der Schweiz und Oesterreichs.

And there was even a lifer: I managed to photograph a little bird resembling a European Serin that didn’t fit into any of my usual categories – with plenty of yellow, but not a Serin. The Yellowhammer was also ruled out quickly. Not enough black for an Eurasian Siskin. Merlin and another identification app came to the rescue. It turned out to be a Citrine Finch. This bird inhabits a narrow band in the Pyrenees, the Ligurian Alps and the Alps of Switzerland and Austria.

Nicht nur Gämsen (auf dem Titelbild) waren hier oben anzutreffen. Mehrfach trafen wir auch auf kleinere Gruppen von Alpensteinböcken. Sie tauchten aus dem Nichts auf und man fragte sich, wie sie diese steilen Felswände bewältigen. Eindrücklich war das junge Steinböckchen, das sich in aller Ruhe weit draussen über dem Abgrund auf einem Felsabsatz sonnte.

It wasn’t just Chamois (on the cover photo) that could be found up here. On several occasions, we came across small groups of Alpine Ibex. They appeared out of nowhere, and one wondered how they managed to navigate those steep rock faces. Particularly impressive was the young Ibex basking calmly far out on a rocky ledge over the precipice.

Am Kanderdelta in Spiez war gar nichts los. Unser nächster Fixpunkt war der Gurnigelpass, die beliebte Wasserscheide, wo nicht nur viele Singvögel, sondern auch viele Greife auf dem Herbstzug nach Süden vorbeikommen. Wir haben neun Stunden ausgeharrt. Ausser zwei, drei Rohrweihen, einem Sperber, vielen Rauch- und Mehlschwalben und ein paar anderen Singvögeln tat sich trotz idealen Wetterbedingungen allerdings gar nichts. Immerhin kam der Sperber in Fotonähe.

Natürlich waren die "Lokalen" anwesend: Rotmilane, Mäusebussarde, Turmfalken, Kolkraben und Tannenhäher, verschiedene Pieper und die vor allem in den Bergwäldern weit verbreitete Tannenmeise. Nicht die Blau- und auch nicht die Kohlmeise, die Tannenmeise ist die häufigste Meise der Schweiz.
Am nächsten Morgen machten wir nochmals einen Versuch. Zweimal kam ein Schwarm Bienenfresser vorbei, der mehr zu hören als zu sehen war. Aber schon bald begann es zu regnen und wir packten zusammen und machten uns auf den Heimweg.

There was absolutely nothing going on at the Kander delta in Spiez. Our next stop was the Gurnigel Pass, the popular watershed where not only many songbirds but also numerous birds of prey pass through on their autumn migration southwards. We waited patiently for nine hours. However, apart from two or three Marsh Harriers, a Sparrowhawk, many Barn Swallows and House Martins and some other songbirds, nothing at all happened, despite ideal weather conditions. At least the Sparrowhawk was close enough for a picture.

Of course, the ‘locals’ were present:
Red Kites, Common Buzzards, Kestrels, Raven and Spotted Nutcrackers, various Pipits as well as the Coal Tit, which is particularly widespread in the mountain forests. Neither the Blue Tit nor the Great Tit, the Coal Tit is the most common tit in Switzerland.
The next morning we gave it another
go. Twice a flock of Bee-eaters flew past; they were more audible than visible. But it soon began to rain, so we packed up and set off for home.


Am Wochenende darauf waren wir mit Freunden im Gotthardgebiet unterwegs. Am Samstag wanderten wir im Göscheneralptal - landschaftlich rauh und stotzig, aber sehr schön. Vögel hatte es praktisch keine. Am Sonntag spazierten wir von Hospental nach Realp. Dass ein Steinadler so tief ins Tal hinunterfliegen würde, hätte ich nicht erwartet. Dass aus dem einen ein zweiter und dann gar ein dritter wurde, war schon fast unglaublich! Mehr als eine halbe Stunde konnten wir die Adler verfolgen. Für wirklich gute Fotos war die Distanz leider gerade ein bisschen zu gross, aber ich konnte es nicht lassen, Euch die drei grossen und grossartigen Vögel zu zeigen.

The following weekend we were hiking in the Gotthard region with friends. On Saturday we went for a walk in the Göscheneralp Valley – rugged and steep, but very beautiful. There were practically no birds to be seen. On Sunday, we walked from Hospental to Realp. I hadn’t expected a Golden Eagle to fly so far down into the valley. The fact that one turned into two, and then even a third showed up, was almost unbelievable! For more than half an hour we could watch the eagles. Unfortunately, the distance was just a little too much for really good photos, but I couldn’t resist showing you these three large and magnificent birds.




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