In the Triangle between Ulaanbaatar, Amarbayasgalant and Charchorin
- Ueli Huber
- Aug 9
- 16 min read

Schon am Morgen nach der Rückkehr nach UB holt uns unsere Führerin Jackie im Hotel ab und die Fahrt geht erneut los. Wir haben diese zweite Reise von Anfang an die kulturelle Tour genannt, weil sie uns zu einigen wenigen kulturell wichtigen Orten bringen wird. Wir wissen aber, dass es in der Mongolei nicht viele Kulturdenkmäler zu bewundern gibt und dass wir auch auf dieser Tour viel Natur sehen werden, auch wenn die Vögel nun nicht mehr im Mittelpunkt stehen.
Am ersten Tag haben wir erneut eine lange Strecke zu bewältigen: etwas über 300km sind es, zuerst nach Darkhan im Nordwesten, der zweitgrössten Stadt des Landes. Unsere Strasse kreuzt ein paar Mal die Bahnlinie. Es handelt sich um Bahnlinie, die in Ulan Ude von der Transsibirischen abzweigt und schliesslich nach Peking führt. Kurz vor Darkhan biegen wir nach Westen ab. Wir können wir den grössten Teil der Reise auf asphaltierten Strassen zurücklegen, sodass wir gut vorankommen. Die letzten Rund 30 Kilometer holpert es dann wieder mächtig, bis wir unser Tagesziel erreichen, ein in einer weiten Ebene gelegenes Gercamp. Nach dem Nachtessen gehe ich spazieren, um mich nach Vögeln umzuschauen. Die sind hier nicht zahlreich, und auch die Artenvielfalt ist klein. Es sind v.a. Elsterdohlen und Alpenkrähen, die sich ums Camp herumtreiben. Stattdessen sehe ich in einiger Distanz zwei Pferdeherden. Ich gehe von ihnen weg, weil ich eine Senke erkunden möchte, und als ich das nächste Mal nach ihnen schaue, haben sie schon die halbe Distanz zu mir zurückgelegt. Ich steige in die Senke hinab, in der es entgegen meinen Hoffnungen kein Wasser und auch keine Vögel hat. Als ich nach ein paar Minuten wieder nach oben komme, bin ich von Pferden umzingelt. Etwa hundert Tiere stehen um die Mulde herum und schauen mich etwa gleich neugierig an wie ich sie. Und allein in der kleineren Gruppe von etwas über 30 Pferden zähle ich über 10 Fohlen: ein wunderbares Erlebnis.
Am nächsten Morgen fahren wir die kurze Strecke zum Kloster Amarbayasgalant, das am Rand einer Ebene liegt, an eine Hügelflanke angelehnt. Wie unser (gedruckter) Reiseführer das empfiehlt, steigen wir zuerst zu einer Stupa hoch, von wo aus wir einen herrlichen Rundblick über das ummauerte Kloster und die Ebene haben, darin es liegt. Das Kloster war eine der wichtigsten spirituellen Stätten des Landes, bevor es in der von Russland gesteuerten Kulturrevolution von 1937, in der zehntausende von Mönchen den Tod fanden, praktisch vollständig zerstört wurde. Der Wiederaufbau begann erst ca. 1990, nach dem Ende des kommunistischen Regimes, und ist im Vergleich zu dem, was das Kloster einmal war, nicht sehr gross. In der Mitte des Gevierts steht der Haupttempel, darum herum viele kleinere Gebäude. Eine richtige Besichtigung ist nicht möglich, da die jetzt wieder hier lebenden Mönche noch nicht aufgetaucht sind. Aber wir können recht frei in der schönen Anlage spazieren. Ich kümmere mich etwas um die Vögel, wie den Wiedehopf, der sich für einen Moment auf einem Tempeldach niederlässt. Plötzlich fliegen die vielen Elsterdohlen auf! Zwei mächtige Mönchsgeier fliegen tief über das Areal hinweg.
Eine lange, aber schöne und etwas weniger holprige Fahrt als am Vortag bringt uns zurück auf eine Asphaltstrasse, die nach Erdenet führt. Das ist die drittgrösste Stadt der Mongolei, und sie hat die grösste Mine des Landes, was man der Umwelt ansieht. Es sind keine schönen Bilder. Aber letztlich müssen die Menschen hier von dem leben, was sie haben. Das Hauptproblem ist, dass sie von den südlichen Nachbarn ausgenutzt werden und oft gar nicht so viel haben von dem Abbau. Die Korruption tut ein ihres dazu. So soll die Regierung in einem der letzten Jahre in der Handelsstatistik publiziert haben, wie viel Kohle die Mongolei nach China exportiert hatte. Kurze Zeit später publizierte China, wieviel es aus der Mongolei importiert hatte: doppelt so viel, wie exportiert wurde!
Nach zwei Stunden Fahrt, meist durch hügeliges Gelände, erreichen wir den Uran Togoo, etwa 40km westlich von Bulgan. Von diesem Vulkankegel und ein paar weiteren bekommen wir nicht viel mit. Das Wetter ist regnerisch und nach der langen Fahrt beschliessen wir, dem Hügel am Morgen vor der Abfahrt einen Besuch abzustatten. Daraus wird aber nichts. Es ist kalt geworden. Die zwei Jungfernkraniche, die das Camp überfliegen, erwische ich gerade noch, bevor es in Strömen zu regnen beginnt, sodass wir uns lieber auf den Weg machen. Es bleibt ein nasskalter Tag, auch wenn es nach ein paar Stunden zu regnen aufhört.
Unterwegs treffen wir auf viele Lerchen verschiedener Arten, auf Isabellsteinschmätzer, Mönchsgeier und Steppenadler. Auf diesem Stück «Naturstrasse» erleben wir erneut ein ornithologisches Highlight: An einem Hang sehen wir viele Mönchsgeier sitzen, und als wir um eine Ecke kommen, sehen wir auch, warum. Ein Pferdekadaver liegt auf der Strasse, ein paar Geier sind noch dran, die meisten aber fliegen weg, als wir näherfahren. Nur einer bleibt hartnäckig. Ich steige aus, und erst als ich nähergehe, passiert genau das, was ich mir erhoffte: Der Vogel hebt ab und fliegt genau auf mich zu. Was für Bilder! Aber nicht genug: Kaum ist er weg, fliegt ein unbekannter Greifvogel an mir vorbei. Die Kamera ist noch im Griff. Wie wir später herausfinden, handelt es sich um einen Adlerbussard, eine für uns neue Art.
Schliesslich erreichen wir den Ugii Nuur, wo ein Ger-Camp auf uns wartet. Ein Spaziergang an den See hinunter lässt mich zwar erneut Mongolenlerchen sehen. Aber wiederum lässt sich keine fotografieren. Eindrücklich ist der Adlerbussard, der auf einem Telefon- oder Elektrischmast sitzt und mich argwöhnisch im Auge behält. Am Morgen entdecke ich weit im See draussen zwei Kamtschatka-samtenten, nicht in Fotodistanz.
Die Fahrt geht zügig weiter, sodass wir schon vor dem Mittag in Tsetserleg eintreffen, wo wir das Aimag-Museum besuchen (Aimag ist die grösste Verwaltungseinheit und wird meist mit Provinz übersetzt). Das Museum ist in alten Tempelgebäuden untergebracht, die nur überlebt haben, weil sie während des Kommunismus als Feuerwehrremisen gebraucht wurden. Wieso hier nebst vielen spannenden Artefakten, unter anderem einem ganzen Ger, im letzten Raum noch zahlreiche Bilder der «Volkshelden» aus der kommunistischen Zeit hängen, nachdem diese dem Land derart zugesetzt haben, ist mir allerdings nicht klar.
Von hier aus fahren wir eine der übelsten Strecken der ganzen Reise, hinauf in den «Badeort» Tsencher. Hätten wir uns auch sparen können. Der Badebetrieb der heissen Quellen läuft nicht wirklich, das Ger-Camp ist heruntergekommen, das Essen schlecht. Ein Highlight gibt es allerdings. Als wir nach Ankunft einen Spaziergang in einem Wäldchen in der Nähe machen, sehen wir nicht nur wilde Pfingstrosen, sondern auch einen Karmingimpel. Letzteres braucht allerdings viel Geduld. Ich stehe lange auf dem Pfad und lausche, woher die Rufe kommen, bis einer sich schliesslich so auf einen Baum niederlässt, dass ich ihn einigermassen sehen kann.
Wir fahren am nächsten Morgen etwas frustriert weiter, und die Strasse wird auch nicht besser. Komplett durchgerüttelt landen wir im oberen Orkhon-Tal. Dieses ist nicht umsonst ein Unesco-Weltkulturerbe, es ist wirklich wunderschön hier. Am Wasserfall sehen wir viele Vögel, unter anderem Bachstelzen, verschiedene Steinschmätzer, Gartenrotschwänze und vermutlich auch einen Riesenrotschwanz. Aber den sehen wir nur an uns vorbeihuschen.
Wir ziehen in ein modernes, sehr schönes Ger-Camp ein, das erst seit zwei Jahren in Betrieb ist. Wir bekommen ein spätes Mittagessen und haben dann Zeit für einen langen Spaziergang. Ein Steinschmätzer «bedroht» mich, vermutlich hat er ein Nest in der Nähe. Dann sehen wir einen Vogel in einer Steinspalte verschwinden, den wir nicht kennen. Etwas später sitzt er – oder ein zweiter – auf einem Stein und lässt sich bewundern. Zurück im Ger finden wir dann heraus, dass es sich um Steinsperlinge handeln muss – ein treffender Name. Nun sehen wir aber, dass Wolken aufgezogen sind, und wir eilen ins Camp zurück. Zu spät! Wir werden komplett verregnet.
Ein Spaziergang am frühen Morgen muss ebenfalls im leichten Regen stattfinden und bringt auch keine Neuentdeckungen. Aber Steinschmätzer, Isabellsteinschmätzer und Steinsperlinge fliegen um mich herum.
Das Kloster Tuvkhut wäre unser nächstes Ziel gewesen. Daraus wird aber nichts. Es regnet immer noch. Davon und vom Regen in der Nacht ist die Piste derart aufgeweicht, dass wir umzukehren beschliessen, nachdem der schwere Wagen trotz Allrad quer in der Landschaft steht. Wir fahren nun in Richtung Charchorin, wo sich während relativ kurzer Zeit auch die eine Hauptstadt der Mongolen im Mittelalter befunden hat: Karakorum (die andere war, während der mongolischen Yüan-Dynastie, Peking). Unterwegs machen wir Halt an der «Toten-Mann-Schlaufe» des Orkhon, wo die Mongolen ihre Feinde in einen Hinterhalt lockten. Wir stehen auf einem Felsabbruch und schauen auf den Fluss hinunter, hinter ihm eine grosse Ebene und als Abschluss wie immer ein Bergzug. Und als in Khujirt – es ist immer noch nass und kalt – unser Fahrer nach der Mittagspause am Rangieren ist, verirrt sich ein Steinrötel direkt vor meine Linse: Glück gehabt!
Unser Ger-Camp in Charchorin liegt denn auch fast am Ufer des Flusses, wohin ich am Morgen früh einen Spaziergang mache. Hier ist ein bisschen Vogelbetrieb: natürlich viele Schwarzmilane und ein paar Rostgänse, daneben aber auch Jungfernkraniche, Flussuferläufer, China-Fleckschnabelenten und mehr.
Der Vormittag gehört dem Kharkhorin-Museum – sehr gut gemacht, sehr illustrativ – und dem berühmten Kloster Erdene Zuu, das zu einem kleinen Teil wieder aufgebaut wurde. Auch dieses Kloster war einst einer der wichtigsten spirituellen Plätze des Landes. Von der alten Hauptstadt ist nichts zu sehen. Man weiss zwar, wo sie lag: ausserhalb des Nordtores der Klosterumfassung. Aber ausgegraben wurde noch nichts. Hier weiden Kühe, Schafe und Ziegen.
Am Morgen beginnt der letzte Tag vor unserer Rückreise nach Ulaanbaatar. Schon nach einer guten Stunde haben wir bei strahlendem Wetter das Ziel unserer Etappe erreicht: die Mongol Els, Sanddünen inmitten der Steppe, im Khungnu Tarna Nationalpark (nicht zu verwechseln mit dem weit westlich gelegenen Mongol Els Nationalpark). Hier fahren wir als erstes etwas von den Dünen weg in die Hügel hinein zum kleinen Kloster Erdene Khamba, das zuhinterst in einem Tälchen in einer landschaftlich sehr ansprechenden Umgebung am Berg Khungnu Tarna gelegen ist. Auch hier ist vieles zerstört worden während der Kulturrevolution und nur ein Teil wurde wieder aufgebaut. Im einen Tempel hängen viele schöne Bilder mit buddhistischen Motiven. Bis zum zweiten schaffe ich es nicht, weil uns ein Chukarhuhn über den Weg läuft und mich das Jagdfieber packt. Wir haben dieses Huhn zwar schon in Yolyn Am gesehen, aber in schlechtem Licht und auf grosse Distanz. Ich höre dann auch bald ein zweites Huhn rufen, das ich dann etwas weiter weg auf der Stupa herumklettern sehe. Daneben fliegen Nonnensteinschmätzer, aber auch ein Schwarzmilan, und über uns kreist ein Mönchsgeier.
Eine letzte kleine Exkursion führt uns nach dem Mittagessen und einer dem nun heissen Wetter angepassten langen Siesta an einen zwischen den Dünen und den Hügeln gelegenen See. Hier wimmelt es von Vögeln: Mönchsgeier über einem Kadaver, sehr viele Wasservögel wie Schwanengänse und zahlreiche Entenarten. Ein Haubentaucher brütet. Den Rohrsänger können wir nur hören und auch Merlin schafft es nicht, ihn zu identifizieren.
So geht der letzte Tag mit sehr schönen Eindrücken zu Ende. Am nächsten Morgen spaziere ich früh eine Runde ums Camp. Von den drei Wiedehopfen, die ich aus verschiedenen Richtungen hören kann, sehe ich einen auf einer Leitung sitzen. Und ein Schwarzmilan, der um mich herumfliegt, setzt sich schliesslich auf einen Pfahl und präsentiert sich wie ein Modell, in perfekter Pose. Was dann bleibt, ist die zügige Rückfahrt nach Ulaanbaatar (zügig bis an den Stadtrand, wo der immerwährende Stau beginnt), Packen für den Heimflug und ein letztes Nachtessen im «Mongolian».

The morning after our arrival back at UB, our guide Jackie picks us up at the hotel and we set off again. We have called this second trip the cultural tour from the outset because it will take us to a few culturally important places. However, we know that there are not many cultural monuments to admire in Mongolia and that we will also see a lot of nature on this tour, even if the birds are no longer the main focus.
On the first day, we have another long distance to cover: just over 300 km, first to Darkhan in the northwest, the second largest city in the country. Our road crosses the railway line a few times. This is the Trans-Mongolian Railway, the leg that parts from the Trans-Siberian Railway in Ulan Ude and finally leads to Beijing. Shortly before Darkhan, we turn west. We are able to cover most of the journey on paved roads, so we make good progress. The last 30 kilometers are bumpy again until we reach our destination for the day, a ger camp located on a wide plain. After dinner, I go for a walk to look for birds. There aren't many here, and the variety is limited. It's mainly Daurian Jackdaws and Alpine Choughs hanging around the camp. Instead, I see two herds of horses in the distance. I walk away from them because I want to explore a hollow, and when I look back at them, they have already covered half the distance back to me. I climb down into the hollow, where, contrary to my hopes, there is no water and no birds. When I come back up after a few minutes, I am surrounded by horses. About a hundred animals are standing around me, looking at me with about as much curiosity as I am looking at them. And in the smaller group of just over 30 horses alone, I count more than ten foals: a wonderful experience.
The next morning, we drive the short distance to Amarbayasgalant Monastery, which lies on the edge of a plain, nestled against the side of a hill. As our guidebook recommends, we first climb up to a stupa, from where we have a magnificent panoramic view of the walled monastery and the plain in which it lies. The monastery was one of the most important spiritual sites in the country before it was almost completely destroyed during the Russian-led cultural revolution of 1937, in which tens of thousands of monks were killed. Reconstruction only began around 1990, after the end of the communist regime, and is not very extensive compared to what the monastery once was. The main temple stands in the middle of the quadrangle, surrounded by many smaller buildings. A proper tour is not possible today, as the monks who now live here again have not yet appeared. But we can walk around the beautiful grounds quite freely. I spend some time watching the birds, such as the Hoopoe, which settles on the roof of a temple for a moment. And suddenly, the many Daurian Jackdaws fly up! Two mighty Cinereous Vultures fly low over the area.
A long but beautiful and somewhat less bumpy ride than the day before brings us back to an asphalt road leading to Erdenet. This is the third largest city in Mongolia and it has the largest mine in the country, which is evident from the environment. It's not a pretty sight. But ultimately, the people here have to live off what they have. The main problem is that they are exploited by their southern neighbors and often do not benefit much from the mining. Corruption adds to the problem. For example, in one of the last years, the government published in its trade statistics how much coal Mongolia had exported to China. Shortly afterwards, China published how much it had imported from Mongolia: twice as much as was exported!
After a two-hour drive, mostly through hilly terrain, we reach Uran Togoo, about 40 km west of Bulgan. We don't see much of this volcanic cone and a few others. The weather is rainy, and after the long drive, we decide to visit the hill in the morning before we leave. But that doesn't happen. It has gotten cold. I just manage to catch sight of the two demoiselle cranes flying over the camp before it starts pouring with rain, so we decide to set off. It remains a wet and cold day, even though the rain stops after a few hours.
On the way, we encounter many different species of larks, and a lot of Isabelline Wheatears as well as Cinereous Vultures and Steppe Eagles. On this stretch of “nature road,” we experience another ornithological highlight: we see many Cinereous Vultures sitting on a slope, and when we come around a corner, we see why. A horse carcass lies on the road, a few vultures are still feeding on it, but most fly away as we approach. Only one remains stubborn. I get out of the car, and only when I approach it does exactly what I hoped for: the bird takes off and flies straight toward me. What a sight! But that's not all: no sooner has it flown away than an unknown bird of prey flies past me. I still have my camera at the ready. We later find out that it is an Long-legged Buzzard, a species new to us.
Finally, we reach Ugii Nuur, where a ger camp awaits us. A walk down to the lake allows me to see Mongolian larks again. But once again, I am unable to photograph any of them. The Long-legged Buzzard sitting on a telephone or electricity pole, watching me suspiciously, is impressive. In the morning, I spot two Stejneger's Scoters far out on the lake, but they are too far away to photograph.
The journey continues apace, and we arrive in Tsetserleg before noon, where we visit the Aimag Museum (Aimag is the largest administrative unit and is usually translated as province). The museum is housed in old temple buildings that only survived because they were used as fire stations during communism. Why, in addition to many exciting artifacts, including an entire ger, there are still numerous pictures of the “people's heroes” from the communist era hanging in the last room after they caused so much damage to the country is not clear to me.
From here, we drive one of the worst stretches of the entire trip, up to the “spa resort” of Tsencher. We could have saved ourselves the trouble. The hot springs aren't really working, the ger camp is run-down, and the food is bad. There is one highlight, however. When we take a walk in a small forest nearby after arriving, we see not only wild peonies, but also a Common Rosefinch. The latter requires a lot of patience, though. I stand on the path for a long time, listening where the calls are coming from, until one finally settles on a tree where I can see it reasonably well.
We continue our journey the next morning feeling somewhat frustrated, and the road doesn't get any better. Completely shaken up, we arrive in the upper Orkhon Valley. It's not a UNESCO World Heritage Site for nothing – it's really beautiful here. At the waterfall, we see lots of birds, including wagtails, various wheatears, redstarts and probably a Güldenstäd's Redstart, too. But we only see it flitting past us.
We move into a modern, very nice ger camp that has only been in operation for two years. We have a late lunch and then have time for a long walk. A wheatear “threatens” me, probably because it has a nest nearby. Then we see a bird we don't recognize disappear into a crevice in the rocks. A little later, it – or a second one – sits on a rock and lets us admire it. Back at the ger, we find out that it must be a rock sparrow – an apt name. But now we see that clouds have rolled in, and we hurry back to camp. Too late! We get completely soaked.
An early morning walk also has to take place in light rain and yields no new discoveries. But Northern Wheatears, Isabelline Wheatears and Rock Sparrows fly around me.
The Tuvkhut monastery would have been our next destination. But that's not going to happen. It's still raining. The rain during the night has softened the track so much that we decide to turn back after the heavy vehicle gets stuck in the landscape despite its four-wheel drive. We now drive towards Charchorin, which was also the capital of the Mongols in the Middle Ages for a relatively short period of time: Karakorum (the other capital was Beijing during the Mongol Yuan dynasty). On the way, we stop at the “Dead Man's Loop” of the Orkhon, where the Mongols lured their enemies into an ambush. We stand on a cliff and look down at the river, behind it a large plain and, as always, a mountain range in the distance. And when our driver is maneuvering in Khujirt after lunch – it is still wet and cold – a Rock Thrush flies right in front of my lens: lucky me!
Our ger camp in Charchorin is located almost on the banks of the river, where I take a walk early in the morning. There is a bit of bird activity here: lots of Black Kites, of course, and a few Ruddy Shelduck, but also Demoiselle Cranes, Little Winged Plovers, Eastern Spot-billed Ducks, and more.
The morning is spent at the Kharkhorin Museum – very well done, very illustrative – and the famous Erdene Zuu monastery, a small part of which has been rebuilt. This monastery was also once one of the most important spiritual places in the country. Nothing remains of the old capital. We know where it was located: outside the north gate of the monastery enclosure. But nothing has been excavated yet. Cows, sheep and goats graze here.
The morning marks the start of our last day before returning to Ulaanbaatar. After a good hour in glorious weather we reach the destination of our stage: the Mongol Els, sand dunes in the middle of the steppe, in the Khungnu Tarna National Park (not to be confused with the Mongol Els National Park in the far west of Mongolia). Here, we first drive away from the dunes into the hills to the small monastery of Erdene Khamba, which lies at the far end of a small valley in a very scenic setting at the Khungnu Tarna mountain. Here, too, much was destroyed during the Cultural Revolution and only part of it has been rebuilt. In one temple, there are many beautiful pictures with Buddhist motifs. I don't make it to the second one because a Chukar crosses our path and I am seized by hunting fever. We have already seen this bird in Yolyn Am, but in poor light and from a long distance. Soon I hear a second bird calling, which I then see climbing around on the stupa a little further away. Next to it are Pied Wheatears, but also a Black Kite, and a Cinereous Vulture circles above us.
After lunch and a long siesta to acclimatize to the now hot weather, a final short excursion takes us to a lake nestled between the dunes and hills. The place is teeming with birds: Cinereous Vultures hovering over a carcass, lots of water birds such as swan geese, and numerous species of ducks. A Great Crested Grebe sits on its nest. We can only hear a reed warbler, and even Merlin is unable to identify it.
And so our last day comes to an end with some wonderful impressions. The next morning, I take an early walk around the camp. Of the three Hoopoes I can hear coming from different directions, I see one sitting on a wire. And a black kite flying around me finally settles on a pole and presents itself like a model, in perfect pose. All that remains is the quick drive back to Ulaanbaatar (quick to the outskirts of the city, where the perpetual traffic jam begins), packing for the flight home, and a last dinner at the “Mongolian.”
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Unterarten | Subspecies
Es hat eine Weile gedauert, bis ich merkte, dass wir zwar viele Vogelarten begegneten, die wir auch zuhause sehen, dass es sich aber oft um andere Unterarten handelt. Diese Rauchschwalbe ist ein typisches Beispiel. Die bei uns heimische Nominatform Hirundo rustica rustica hat einen weissen Bauch. Hier abgebildet ist die Subspecies Hirundo rustica tytleri mit einem rostroten Bauch. Ein anderes Beispiel ist die Bachstelze. Die bei uns vorkommende Nominatform Motacilla alba alba hat ein schwarzes Kinn, das in einen schwarzen Brustlatz übergeht. In der Mongolei haben wir vor allem die Unterart Motacilla alba baicalensis angetroffen. Wie das Bild weiter unten zeigt, ist bei ihr das Kinn weiss und deutlich abgegrenzt vom Brustlatz. | It took me a while to realize that although we encountered many bird species that we also see at home, they were often different subspecies. This Barn Swallow is a typical example. The nominate form Hirundo rustica rustica, which is native to our region, has a white belly. Pictured here is the subspecies Hirundo rustica tytleri with a rufous belly. Another example is the White Wagtail. The nominate form Motacilla alba alba found in our region has a black chin that merges into a black bib. In Mongolia, we mainly encountered the subspecies Motacilla alba baicalensis. As the picture below shows, its chin is white and clearly separated from the bib.
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