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Bella Sicilia - Ancora una volta

  • Writer: Ueli Huber
    Ueli Huber
  • 3 days ago
  • 13 min read
Blick von Santa Agata, Catania, auf den Aetna | View from Santa Agata, Catania, towards Aetna
Blick von Santa Agata, Catania, auf den Aetna | View from Santa Agata, Catania, towards Aetna

Dieser Post ist ein kleiner Reisebericht und enthält mehr Text als üblich. In der Mitte des Blogposts finden sich zwei Buttons zu zwei Galerien. Alle Bilder finden sich in diesen Galerien. Die Sehenswürdigkeiten sind chronologisch geordnet, die Vögel ornithologisch.


This post is a short travelogue and contains more text than usual. In the middle of the blogpost there are two buttons leading to two galleries. All of the photos can be found in those galleries. The sights are in chronological order, the birds in ornithological.




Nachdem wir die Planung von Ferien auf Korsika oder Sardinien wegen schlechten Verbindungen oder aus anderen Gründen fallenlassen mussten, beschlossen wir kurzerhand, nochmals nach Sizilien zu fliegen. Uns hatte es im November letzten Jahres dort ausnehmend gut gefallen und wir hatten ja noch längst nicht alles Sehenswerte gesehen auf der grossen Insel. Die zwei Wochen waren aufgeteilt in eine mehr kulturelle erste Hälfte und eine zweite Woche, in der wir auch viel in der Natur draussen waren. Die Vogelfreunde müssen sich daher etwas gedulden (oder weiterscrollen 😉).

So kamen wir an einem Freitagabend in Catania an, wo wir dann eineinhalb Tage Zeit hatten, die schöne und interessante Stadt zu erkunden. Unser Hotel lag praktisch am Domplatz, und wir waren froh, in den engen Gässchen nicht selbst fahren zu müssen. Das Hotel im wunderbaren Palazzo Marletta hatte uns abgeholt. Beeindruckend war die lange, gerade Hauptstrasse, die direkt auf den Aetna zuführt, natürlich Via Etnea geheissen. Catania ist vom Erdbeben 1693 stark in Mitleidenschaft gezogen worden, sodass viele Paläste und Kirchen im gerade aufkommenden Barockstil wieder aufgebaut wurden.  Antikes und Barockes mischt sich aber stark. So liegen unter dem Dom die achilleischen Thermen aus dem 2./3. Jahrhundert. Wunderbar ist der Blick auf das Dächergewirr der Stadt hinunter und auf den Aetna vom Turm der Badia Santa Agata unweit vom Dom. Agata ist die Stadtheilige, und die meisten Kirchen tragen ihren Namen mit einem Zusatz, so auch S. Agata al Carcere, wo der Kerker aus dem 2. Jh. noch erhalten ist, in welchem die Agata gefangen gehalten wurde. Von der Badia aus konnten wir auch die Mauersegler gut beobachten, von denen es nicht nur hier, sondern in allen Städten, die wir besuchten, richtiggehend wimmelte. Am Sonntagmorgen spazierten wir zum Kastell, das auf den Hohenstaufer Friedrich II. zurückgeht, um dann einem Geheimtip von Lonely Planet zu folgen und das Benediktinerkloster San Nicolo mit einer Führung zu besuchen. Ein Zufallstreffen mit Freunden aus der Schweiz – die beiden Frauen haben je auf dem WhatsApp-Status der anderen gesehen, dass wir gleichzeitig in Sizilien sind – beschloss den Aufenthalt in Catania. Wir holten unser Auto ab und fuhren in gut zwei Stunden nach Ragusa.


Ragusa liegt im Val di Noto. Wenn Catania vom Erdbeben 1693 schwer mitge-nommen wurde, dann wurden Ragusa und verschiedene andere Städtchen im Val de Noto richtiggehend dem Erdboden gleichgemacht. Berühmte Barockarchitekten wie Vaccarini, Gagliardi und andere waren hier am Werk, als die Orte im Barockstil wieder aufgebaut wurden. Den ersten Tag verbrachten wir in Ragusa Ibla, der Unterstadt. Sie war es, die durch das Erdbeben zerstört wurde. Die Oberstadt entstand erst nachher. Wir spazierten durch enge, alte Gässchen und stiessen auf Paläste, Häuser und natürlich Kirchen – alles barock. Die Stadt hat einen sehr schönen, von Vaccarini gebauten Dom. Am meisten angetan hat es mir seine Kuppel. In den Giardini Iblei trafen wir nun auch ein paar weitere Vögel an: Distelfinken, Girlitze, Stare, ein brütendes Kohlmeisenpaar. Und ganz oben im Städtchen sahen wir die Mauersegler unter einem Dach einfliegen.


Ragusa Ibla: Dome of the Cathedral - Kuppel des Doms
Ragusa Ibla: Dome of the Cathedral - Kuppel des Doms

Am zweiten Tag besuchten wir zuerst Modica, Siziliens Schokoladestadt (von den Spaniern aus Übersee eingeführt – für mich viel zu dunkel), und Scicli, beides schmucke Barockstädtchen. In Modica besuchten wir natürlich ein paar Kirchen, z.T. barock, z.T. viel älter. Unser erster Besuch galt St. Peter, und das war für mich persönlich der barocke Höhepunkt: sehr hell gehalten, ohne die barocke Farbenpracht zu missen, ein Bau, der eine unglaubliche Leichtigkeit zum Ausdruck bringt. Dann die sog. Felsenkirche, die zufällg wiederentdeckt wurde, nachdem sie Jahrhunderte lang verschüttet und vergessen war. Letztlich geht sie auf das 9. Jh. zurück und weist ein paar schöne Fragmente von Fresken auf. Und schliesslich der Dom, der aber für mich mit St. Peter nicht mitzuhalten mag.

In Scicli war es relativ ruhig, und wir bummelten einfach durch das alte Städtchen, vorbei an ein paar Palazzi und an den Kirchen, von denen praktisch an jeder Ecke eine steht.

Und schon war es Zeit geworden, weiterzureisen. Ziel war Marsala bzw. ein Hotel etwas ausserhalb, fast 400km entfernt. Wir beschlossen, unterwegs der berühmten römischen Villa bei Piazza Armerina einen Besuch abzustatten, was einen kleinen Umweg bedeutete. Auf dem Weg dorthin, abseits vom Verkehrsstrom hielten wir in den Hügeln an für drei Greifvögel. Es waren Mäusebussarde. Aber dann hörten wir noch etwas anderes, uns eigentlich Bekanntes. Was war das nur? Und schon waren sie über uns: vier Bienenfresser. So eine schöne Überraschung! Die Turteltaube hörten wir nur (sahen sie aber später zwei- oder dreimal).


Bienenfresser | European Bee-eater
Bienenfresser | European Bee-eater

Der Halt bei der Villa Romana del Casale war ein Highlight der Reise. Wir engagierten eine Führerin, die uns durch den riesigen Komplex führte: ein immenses Landhaus, vermutlich eines römischen Senators. In über 30 Räumen hat es Mosaiken oder mindestens Fragmente, eines schöner als das andere! Der öffentliche Teil, in dem auch Gäste empfangen wurden, ist durch einen 60m langen, breiten Gang abgetrennt von den privaten Gemächern. Sein Fussboden ist ein einziges, riesiges Mosaik, der vom Beruf des Besitzers erzählt: Er liess in Afrika und Asien wilde Tiere jagen, die er dann in Rom für den Circus maximus verkaufte: ein unglaubliches Bild!


Nach langer Fahrt trafen wir etwas nördlich von Marsala auf dem Baglio Oneto ein. Ein Baglio ist ein befestigtes Bauerngut, in unserem Falle ein Weingut, das gleichzeitig ein wunderbares Hotel mit einem wohlklingenden Namen ist: Baglio Oneto dei Principi di San Lorenzo. Es war auch gut gelegen, nicht weit vom Meer, etwa in der Mitte zwischen Marsala und Trapani, ideal für unsere Ausflüge.

Den ersten Tag verbrachten wir an den Salinen, die sich ebenfalls zwischen Marsala und Trapani erstrecken und in denen seit ein paar Jahren wieder Salz gewonnen wird. Die alten Salz-Windmühlen, die hier am Wasser stehen, stammen meist aus etwa dem 16. Jh., eine davon funktioniert noch.

Der abgebildete graue Flamingo ist ein Jungvogel. Der Rosaflamingo braucht bis zu fünf Jahren, bis er richtig rot gefärbt ist. Das ornithologische Highlight waren aber ein Grüppchen Dünnschnabelmöwen, die wir am Wasser antrafen. Wir fuhren dann langsam gegen Norden, Trapani entgegen, und klapperten die Salinen ab. Es hatte sehr viele Seidenreiher, ein paar Brandgänse, natürlich Mittelmeermöwen, auch Säbelschnäbler und Stelzenläufer, und eine Rohrweihe flog über uns hinweg.


Säbelschnäbler | Pied Avocet
Säbelschnäbler | Pied Avocet

Wir verschoben den Ausflug in die Schutzgebiete im Süden um einen Tag und fuhren am Freitag mit dem Schiff auf die Insel Motya, italienisch Mozia, wo wir die Überreste einer recht grossen phönizischen Stadt bewundern konnten. Es war unsere erste Berührung mit der phönizischen Kultur, die hier im Westen Siziliens um etwa 800 v.Chr. Fuss fasste. Der Grund für die Zerstörung um 400 v. Chr. war die beinahe dauernde Konkurrenz zwischen den Phöniziern im Westen und den griechischen Kolonien im Osten und Südosten der Insel. Obwohl die Phönizier noch etwa 150 Jahre in der Gegend blieben, wurde die Stadt nie mehr aufgebaut. Die Insel lag wohl über Jahrhunderte brach, bis sie von einem Engländer (ein Whitacker aus einer der Marsala-Weindynastien) gekauft und zu einem riesigen Freilichtmuseum gemacht wurde, wo wir während ein paar Stunden von Ausgrabungsstätte zu Ausgrabungsstätte spazierten. Den Triel, der sich irgendwo in den Büschen aufhielt, hörten wir leider nur, ebenso die vielen Samtkopfgrasmücken, die tief in den schon belaubten Büschen sassen.


Einen Tag später fuhren wir etwa eine Stunde nach Süden, an Mazara del Vallo vorbei, zu zwei Schutzgebieten. Vor allem Pantano Leone hat es uns sehr angetan. Schon bald sahen wir Kurzzehen- und Haubenlerchen fliegen, entdeckten Grauammern, und im kleinen See einen Schwarm Stelzenläufer und viele Bruchwasserläufer sowie zwei Rallenreiher. Die Bienenfresser und der Wiedehopf erfreuen uns sowieso jedes Mal, wenn wir sie sehen.

Die zwei kleinen Seen Lago Preola und Gorghi Tondi im anderen Schutzgebiet sind leider nicht sehr gut zugänglich. Es war darauf aber auch nicht sehr viel los. Immerhin sahen wir ein paar Moorenten, die auf Sizilien ganzjährig anzutreffen sind.

Unser letztes Ziel war ein Schutzgebiet am Meer, etwas nördlich von Mazara del Vallo: Paludi di Capo Feto. Dort gibt es auch etwas marschenartiges Gebiet mit kleineren Wasserflächen, und hier trafen wir sie wirklich an: etwa ein Dutzend Zwergseeschwalben. Das war unser einziger Schnapsvogel dieser Reise, ein hübsches Vögelchen mit seiner weissen Stirn. Ansonsten hatte es hier neben den allgegenwärtigen Mittelmeermöwen wiederum Stelzenläufer und Bruchwasserläufer. Insgesamt sahen oder hörten wir an diesem Tag über 30 Vogelarten.


Der folgende Tag war nochmals der Antike gewidmet. Wir fuhren eine kurze Strecke nordöstlich zum archäologischen Park von Segesta. Hier steht ein schöner, aber nie vollendeter Tempel, der vom Volk der Elymier errichtet wurde. Die Elymier sind eines von drei Urvölkern, welche die Insel bewohnten, bevor sie im Westen von den Phöniziern und im Osten und Süden von den Griechen verdrängt wurden. Es hatte sich auch gelohnt, die grosse Kamera mitzunehmen, nicht nur wegen den Bauten. Ich erwischte eine lauthals singende Grauammer, und sogar einer der nervösen Zistensänger blieb für einen Moment sitzen.

Am nächsten Morgen fuhren wir recht früh hinauf nach Erice, das wir vom Balkon des Hotelzimmers aus sehen konnten. Es thront auf 750müM auf einem Bergrücken über Trapani. Hier wird seit 3000 Jahren gesiedelt. Die ältesten Teile der Stadtmauer gehen auf die Elymier und die Phönizier zurück. Sein heutiges Gesicht hat das Städtchen aber im Mittelalter erhalten: normannische Einflüsse, aragonesische, spanische usw., so gemischt wie die bewegte und oft leidvolle Geschichte der Insel.


Segesta
Segesta

Den letzten Tag unserer Ferien verbrachten wir in Marsala, waren lange im Museum bei dem punischen Schiff, das hier vor etwa 20 Jahren aus dem Meer geborgen wurde, und bummelten durch die eleganten Strassen und kleinen Gässchen, bis es Zeit war für ein wundervolles, typisch sizilianisches Nachtessen, von Mamma liebevoll mit Gemüse aus dem eigenen Garten gekocht, vom Sohn mit Begeisterung angepriesen. Es waren einfache Gerichte wie Caponata, Parmigiana, überbackene Pilze, aber unglaublich raffiniert zubereitet. So beschlossen wir unseren zweiten, aber vermutlich nicht letzten Sizilienaufenthalt.











After we had to scrap our plans for a vacation on Corsica or Sardinia due to poor connections or other reasons, we decided on the spot to fly to Sicily again. We’d had an exceptionally good time there last November, and we certainly hadn’t seen everything worth seing on that big island yet. The two weeks were split into a more cultural first half and a second week where we spent a lot of time outdoors in nature. Bird lovers will therefore have to be patient (or scroll down 😉).


So we arrived in Catania on a Friday evening, where we then had a day and a half to explore the beautiful and interesting city. Our hotel, the beautiful Palazzo Marletta, was practically on the cathedral square, and we were glad we didn’t have to drive ourselves through the narrow alleys. The hotel had picked us up. The long, straight main street leading directly to Mount Etna—naturally named Via Etnea—was impressive. Catania was severely damaged by the 1693 earthquake, so many palaces and churches were rebuilt in the emerging Baroque style. However, ancient and Baroque elements blend strongly. For instance, beneath the cathedral lie the Achillean Baths from the 2nd/3rd century. The view down over the city’s jumble of rooftops and toward Mount Etna from the tower of the Badia Sant' Agata, not far from the cathedral, is wonderful. Agata is the city’s patron saint, and most churches bear her name with an addition, such as S. Agata al Carcere, where the 2nd-century dungeon in which Agata was imprisoned is still preserved. From the Badia, we were also able to get a good look at the Common Swifts, which were swarming not just here but in every city we visited. On Sunday morning, we strolled to the castle, which dates back to Frederick II of Hohenstaufen, and then followed a secret tip from Lonely Planet to take a guided tour of the Benedictine monastery of San Nicolò. A chance encounter with friends from Switzerland—the two women had each seen on the other’s WhatsApp status that we were in Sicily at the same time—brought our stay in Catania to a close. We picked up our car and drove to Ragusa in just over two hours.


Ragusa is located in the Val di Noto. While Catania was severely damaged by the 1693 earthquake, Ragusa and various other small towns in the Val di Noto were virtually razed to the ground. Famous Baroque architects such as Vaccarini, Gagliardi, and others were at work here when the towns were rebuilt in the Baroque style. We spent the first day in Ragusa Ibla, the lower town. It was this part that was destroyed by the earthquake. The upper town was built only afterward. We strolled through narrow, old alleys and came across palaces, houses, and of course churches—all Baroque. The city has a very beautiful cathedral built by Vaccarini. I was most taken with its dome. In the Giardini Iblei, we also spotted a few more birds: European Goldfinches, Serins, Starlings, and a nesting pair of Great Tits. And right at the top of the town, we saw the Common Swifts flying into nest under a roof.


Ragusa Ibla: Common Swift | Mauersegler
Ragusa Ibla: Common Swift | Mauersegler

On the second day, we first visited Modica, Sicily’s chocolate town (introduced by the Spanish from overseas—far too dark for my taste), and Scicli, both charming Baroque towns. In Modica, we naturally visited a few churches, some Baroque, some much older. Our first stop was St. Peter’s, and for me personally, this was the Baroque highlight: very light in tone, yet without lacking the Baroque splendor of color, a building that conveys an incredible sense of lightness. Then the so-called Rock Church, which was rediscovered by chance after being buried and forgotten for centuries. It ultimately dates back to the 9th century and features a few beautiful fragments of frescoes. And finally, the cathedral, which, however, can’t quite hold a candle to St. Peter’s. In Scicli, it was relatively quiet, and we simply strolled through the old town, past a few palaces and the churches, of which there’s practically one on every corner.


And before we knew it, it was time to move on. Our destination was Marsala, or rather a hotel just outside the city, nearly 400 km away. We decided to pay a visit to the famous Roman villa near Piazza Armerina, which meant a small detour. On the way there, away from the flow of traffic, we stopped in the hills to watch three birds of prey. They were Common Buzzards. But then we heard something else, something actually familiar to us. What was it exactly? And suddenly they were above us: four Europena Bee-eaters. What a lovely surprise! We only heard the Turtle Dove (but saw it two or three times later).


The stop at the Villa Romana del Casale was a highlight of the trip. We hired a guide who led us through the vast complex: an immense country house, presumably belonging to a Roman senator. Over 30 rooms feature mosaics or at least fragments, each one more beautiful than the last! The public area, where guests were entertained, is separated from the private quarters by a 60-meter-long, wide corridor. Its floor is a single, enormous mosaic that tells the story of the owner’s profession: He had wild animals hunted in Africa and Asia, which he then sold in Rome for the Circus Maximus—an incredible sight!


Villa Romana del Casale
Villa Romana del Casale

After a long drive, we arrived at Baglio Oneto, just north of Marsala. A baglio is a fortified farmstead; in our case, a winery that is also a wonderful hotel: Baglio Oneto dei Principi di San Lorenzo. It was also well-located, not far from the sea, roughly halfway between Marsala and Trapani, ideal for our excursions.


We spent the first day at the salt flats, which also stretch between Marsala and Trapani and where salt has been harvested again for a few years now. The old salt windmills standing here by the water mostly date from around the 16th century; one of them is still in working order. The gray flamingo pictured is a juvenile Greater Flamingo. It takes up to five years for it to develop its full red coloration. The ornithological highlight, however, was a small group of slender-billed gulls we encountered by the waterfront. We then drove slowly northward toward Trapani, exploring the salt flats. There were many Little Egrets, a few Common Shelducks, Yellow-legged Gulls of course, as well as Avocets and Black-winged Stilts, and a Marsh Harrier flew overhead.


We postponed our trip to the nature reserves in the south by a day and took a boat on Friday to the island of Motya (Italian: Mozia), where we were able to admire the remains of a fairly large Phoenician city. This was our first encounter with Phoenician culture, which took root here in western Sicily around 800 B.C. The reason for its destruction around 400 B.C. was the almost constant rivalry between the Phoenicians and the Greek colonies in the east and southeast of the island. Although the Phoenicians remained in the area for another 150 years or so, the city was never rebuilt. The island likely lay fallow for centuries until it was purchased by an Englishman (a Whitacker, one of the Marsala wine dynasties) and turned into a vast open-air museum, where we spent a few hours walking from one excavation site to another. Unfortunately, we only heard the Stone Curlew, which was hiding somewhere in the bushes, as well as the many blackcaps perched deep within the already leafy bushes.


Motya: Phoenician Figurine | Phönizisches Figürchen
Motya: Phoenician Figurine | Phönizisches Figürchen

A day later, we drove about an hour south, past Mazara del Vallo, to two nature reserves. We were particularly taken with Pantano Leone. Soon we saw Short-toed Larks and Crested Larks flying, spotted Corn Buntings, and in the small lake a flock of Black-winged Stilts and many Wood Sandpipers as well as two Squacco Herons. The Bee-eaters and the Hoopoe delight us every time we see them anyway.

The two small lakes, Lago Preola and Gorghi Tondi, in the other nature reserve are unfortunately not very accessible. But there wasn’t much going on there either. At least we saw a few ferruginous ducks, which can be found in Sicily year-round.

Our final destination was a nature reserve by the sea, a bit north of Mazara del Vallo: Paludi di Capo Feto. There’s also a marshy area there with smaller bodies of water, and that’s where we actually found them: about a dozen Little Terns. That was our only lifer of the trip, a pretty little bird with its white forehead. Otherwise, besides the ubiquitous Yellow-legged Gulls, there were again Black-winged Stilts and Wood Sandpipers. In total, we saw or heard over 30 bird species that day.


Pantano Leone: Crested Lark | Haubenlerche
Pantano Leone: Crested Lark | Haubenlerche

The following day was once again devoted to antiquity. We drove a short distance northeast to the archaeological park of Segesta. Here stands a beautiful but never-completed temple built by the Elymians. The Elymians are one of three indigenous peoples who inhabited the island before being displaced by the Phoenicians in the west and the Greeks in the east and south. It was also worth bringing the big camera, not just for the buildings. I spotted a loudly singing corn bunting, and even one of the skittish Zitting Cisticolas stayed put for a moment.


The next morning we drove up quite early to Erice, which we could see from the balcony of our hotel room. It sits enthroned at 750 meters above sea level on a ridge overlooking Trapani. People have been settling here for 3,000 years. The oldest parts of the city wall date back to the Elymians and the Phoenicians. However, the town acquired its present appearance in the Middle Ages: Norman, Aragonese, Spanish, and other influences—as diverse as the island’s turbulent and often tragic history.


Erice
Erice

We spent the last day of our vacation in Marsala, spending a long time at the museum viewing the Punic ship that was salvaged from the sea here about 20 years ago, and strolling through the elegant streets and narrow alleys until it was time for a wonderful, typical Sicilian dinner, lovingly cooked by Mamma with vegetables from her own garden and enthusiastically praised by her son. They are simple dishes like caponata, parmigiana, and mushrooms au gratin, but prepared with incredible finesse. And so we concluded our second—but likely not our last—stay on Sicily.


Marsala: Salt Mill | Salzmühle
Marsala: Salt Mill | Salzmühle

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2 Comments

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Ursula und Kurt
2 days ago
Rated 5 out of 5 stars.

Toll geschrieben, tolle Bilder. Es klingt fast wie unser eigenes Reisetagebuch, einfach noch mit Vögeln 😀. Danke!

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Ueli
2 days ago
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Danke Ihr beiden! Wir freuen uns aufs baldige, etwas längere Wiedersehen als das in Catania!

LG Ueli

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